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POC Growth: Landgericht Berlin verurteilt Anlageberater, Gründungsgesellschafterin und Treuhänderin wegen Prospektfehlern zu Schadensersatz

München, Aylin Pratsch

Das Landgericht Berlin hat mit Urteil vom 28.12.2018 einen Anlageberater, die Gründungsgesellschafterin und die Treuhänderin wegen Prospektfehlern bei dem Fonds POC Proven Oil Canada Fonds Growth zu Schadensersatz verurteilt.

Das Landgericht begründet die Schadensersatzpflicht in fünfstelliger Höhe mit Prospektfehlern, die von den Beklagten nicht richtiggestellt worden sind.

Bei dem streitgegenständlichen Fonds, POC Growth GmbH & Co. KG, ermöglicht ein Passus im Gesellschaftsvertrag der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft, Ausschüttungen zurückzufordern im Falle eines „unvorhergesehenen Liquiditätsbedarfs“. Dies ist nach Auffassung des Landgerichts sogar dann möglich, wenn die Ausschüttungen ordnungsgemäß und vollständig bilanziert sind und von der Gesellschafterversammlung bereits genehmigt wurden. Auf diese ungewöhnliche Benachteiligung der Anleger wurde nach Einschätzung des Landgerichts Berlin weder durch den Anlageberater noch durch den Emissionsprospekt hinreichend hingewiesen. Denn in dem Hauptteil des Prospekts findet sich keine Erläuterung zu der jahrelangen Rückforderbarkeit von Ausschüttungen auch bei deren vorheriger Genehmigung durch die Gesellschafterversammlung.

Das Urteil lässt an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig. Die Klausel, die dem „erkennenden Richter in langjähriger Tätigkeit [nicht] auch nur entfernt ähnlich untergekommen ist“, bezeichnet das Landgericht als „ganz besonders wesentlichen und wichtigen Umstand“, den Versuch der Exkulpation der Gründungsgesellschafter als „selbst im Prozess noch verschleiernde Darstellung“. Die Behauptung, dass der Gesellschaftsvertrag über die Klausel, die „hochgradig überraschend“ sei, richtig aufkläre, bewertet das Gericht als „schlechterdings unvertretbar falsch“, insbesondere da der Emissionsprospekt lediglich auf einen unwichtigen Aspekt hinweist.

„Besonders erfreulich ist darüber hinaus, dass das Gericht erklärt, in voller Übereinstimmung mit den bereits von uns erstrittenen Entscheidungen des Landgerichts Heilbronn und des Kammergerichts Berlin zu stehen. Es bestehen nach unserer Einschätzung somit gute Erfolgsaussichten für ein Vorgehen gegen Anlageberater und die Prospektverantwortlichen“, erläutert Rechtsanwältin Aylin Pratsch von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachkanzlei L & P Luber Pratsch Rechtsanwälte Partnerschaft, die das Urteil erstritten hat.

 

Über die Kanzlei


L & P Luber Pratsch Rechtsanwälte Partnerschaft ist eine inhabergeführte und ausschließlich auf den Gebieten des Versicherungsrechts und des Kapitalmarktrechts tätige Fachkanzlei.

Wir vertreten Versicherungskunden und geschädigte Anleger bundesweit und verfügen hierzu mit dem Kanzleisitz in München und Sprechtagen in Berlin, Hamburg und Köln bundesweit über die Möglichkeit zur persönlichen Betreuung unserer Mandanten. Unsere Rechtsanwälte können auf zahlreiche Erfolge vor deutschen Gerichten zurückblicken. Zentrales Element unserer Mandatsbearbeitung ist die gemeinsame Mandatsbetreuung durch die Partner der Kanzlei. Nur durch eine gemeinsame Mandatsbearbeitung und die Beachtung des Vier-Augen-Prinzips kann die bestmögliche Mandatsbearbeitung sowie eine persönliche und vertrauensvolle Anwalts-Mandanten-Beziehung gewährleistet werden. Fließband-Betreuung und den Einsatz von Berufsanfängern lehnen wir ab.

Unser Credo liegt in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Mandanten. Dabei können sie sich auf unsere Expertise und langjährige Berufserfahrung verlassen. Dem Begriff der Dienstleistung messen wir große Bedeutung zu. Wir können auf ein breites Netzwerk von Sachverständigen zugreifen und bieten unseren Mandanten somit die sachverständige Untermauerung ihrer Anspruchsbegründung.

Im Zentrum der Mandatsbearbeitung steht stets die persönliche Beziehung zwischen unseren Mandanten und uns. Wir sind jederzeit für unsere Mandanten persönlich erreichbar und stehen ihnen als direkter Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Somit müssen unsere Mandanten keine Angst zu haben, alleine gelassen zu werden, sondern können auf unsere professionelle Arbeit vertrauen. Wir sind es seit vielen Jahren gewohnt, gegen Großbanken und Versicherungsgesellschaften anzutreten. Die vielen Prozessgewinne unserer Rechtsanwälte zeigen: Unser Erfolg gibt uns Recht!

 

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Rechtsanwälte Christian Luber, LL.M., M.A., und Aylin Pratsch
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